Anastasia Weinberg

Systemische Beraterin und ausgebildete Erzieherin

Als ich mich 2003 für einen pädagogischen Berufsweg entschieden habe, wollte ich Kindern eine verlässliche, gelassene und wertschätzende Wegbegleiterin sein. Nach der Ausbildung an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Hof fühlte ich mich perfekt auf die "reale Kitawelt" vorbereitet.

 

Doch gleich zu Beginn meiner Berufslaufbahn musste ich feststellen, dass das, was sich in der Theorie so großartig, wichtig und schlüssig angehört hat, in der damaligen Einrichtung völlig anders gelebt wurde und kaum zu verändern war. Ganz egal, wie sehr ich mich anstrengte, wie viel Arbeit ich mit nach Hause nahm, wie viele Gespräche ich führte - ich konnte nur wenig verändern. Nach dieser belastenden Zeit arbeitete ich drei Jahre lang als Erzieherin und Gruppenleitung in einer Kita in Herzogenaurach. Eine Fortbildung zum Thema "Systemisches Arbeiten im Team" gab mir den entscheidenden Impuls, mich in diese Richtung weiterzubilden. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, eine Bezeichnung für mein Denken und Handeln gefunden zu haben und wollte unbedingt mehr über die systemische Denkweise, die systemische Pädagogik und die Möglichkeiten erfahren, wie ich all das zur Verbesserung der Situation im Kitabereich nutzen kann.

2012 begann ich die Ausbildung zur systemischen Beraterin und Familientherapeutin am ISPA in Fürth und arbeitete weitere 3 Jahre als Teamleitung in einer Kita in Erlangen, die ich schweren Herzens aufgrund eines Umzugs verlassen musste. Es folgte ein sehr interessantes Jahr als Springerin bei einem großen Träger in Bayreuth und 2016 landete ich in einer Bayreuther Kita, in der ich bis heute als Erzieherin in Teilzeit und Fachkraft für Sprache im Rahmen des Bundesprogramms Sprachkita tätig sein darf.

  • Kaffee am Morgen
  • Tee am Abend
  • Trinkflaschen aus Glas
  • Obst, vor allem Erdbeeren
  • Rosinenbrötchen aus der Lieblingsbäckerei
  • Bücher, Buchläden und Büchereien
  • Natur, Wald, Spazieren gehen
  • Fotografieren
  • Katzen, Hunde und Erdmännchen
  • Einkaufen in kleinen, außergewöhnlichen, lokalen Läden
  • Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Tierwohl
  • Zitate und Lebensweisheiten
  • Ruhe, Struktur und Klarheit
  • Ordnung und Gemütlichkeit
  • Frische Blumen auf dem Tisch
  • Gewaltfreie und wertschätzende Kommunikation
  • Visualisieren mit Holzfiguren, Seilen oder Flipchartplakaten
  • Achterbahn fahren
  • Hohe Aussichtsplattformen
  • Blumen- und Rosenkohl
  • Spinnen und andere Krabbeltiere
  • Papierstrohhalme und ihr Geräusch
  • Schubladendenken
  • Online-Shopping
  • Konfliktklärung durch Schweigen und Ignorieren
  • Abwerten und Beschämen
  • Adultismus
  • Druck und Stress
  • Große Menschenmengen
  • Ausgrenzung, Rassismus und Mobbing
  • Zwang
  • Alle Formen von Gewalt und Krieg
  • Handlungsunfähigkeit und Stillstand
  • Schablonenbasteln

Dranbleiben statt Stehenbleiben

Deshalb habe ich seit Beginn meiner Berufstätigkeit als Erzieherin und neben der systemischen Berater- und Familientherapieausbildung an folgenden Fortbildungen teilgenommen:

  • Bildungsräume für Kitakinder
  • Neues Feuer statt Burnout
  • Klangvolle Entspannungsmomente in der Kita
  • Kleine Künstler unter 3
  • Entwicklungsdokumentation durch Bildungs- und Lerngeschichten
  • Aggressive Krisen bei Kindern und Jugendlichen
  • Rote Karte für den inneren Kritiker
  • Hochbegabung erkennen und begleiten
  • Kommunikation im Team
  • Philosophieren mit Kindern

Jede pädagogische Fachkraft, die ihre Situation verändern und verbessern möchte, jedoch in ihrer Einrichtung keine Unterstützung findet, soll eine neutrale und wertschätzende Beratung, Begleitung und Hilfe erhalten.

In allen Einrichtungen, in denen ich bisher gearbeitet habe, traf ich Kolleg*innen und Auszubildende, die nahezu täglich mit zunehmendem Leistungsdruck, Zeit- und Personalmangel, Lärm, Stress, körperlicher Belastung und einer nicht vorhandenen Selbstfürsorge zu kämpfen hatten. So fest sie es sich auch vorgenommen hatten, es war ihnen kaum möglich, diese Belastung nicht an Kinder, Eltern und das Team weiterzugeben. Die meisten wollten etwas verändern, wussten aber oft nicht, wie und mit wessen Hilfe sie das tun können.

 

Denn die Möglichkeiten für pädagogische Fachkäfte, sich neutrale und lösungsorientierte Unterstützung zu holen, die sich genau an ihnen und ihrer Situation orientiert, sind schwer zu finden. Und um genau diesen Zustand zu verändern, habe ich mich 2019 dazu entschieden, in der Bayreuther Innenstadt ein Beratungsangebot für Kinderpfleger*innen, Erzieher*innen, Leitungen, Kita-Teams und Eltern zu schaffen und freue mich sehr, wenn ich auch Sie auf Ihrem Lebensweg begleiten darf!

Ich freue mich auf Sie!