Innere Ampel des Befindens als Anregung zur Selbstreflexion für Pädagog:innen und Eltern während der Corona-Pandemie

Auch als Türöffner für Einstiegs- und Reflexionsrunden in virtuellen Teamsitzungen gut geeignet

Während der Corona-Pandemie wurden wir täglich mit den unterschiedlichsten Ampeln konfrontiert. Wir wussten nie, welche Ampelfarben uns erwarten und wie schnell sie wieder von dunkelrot auf rot, gelb oder grün wechseln würden. Was wir jedoch wussten war, dass wir viel Kraft, Mut und Zuversicht und eine Bewältigungsstrategie brauchen werden, um gut durch all diese Ampelphasen zu kommen.

Selbstreflexion mit Hilfe systemischer Fragen: Welche Farbe zeigt deine innere Ampel des Befindens?

Während der Vorbereitungen für einen Austausch unter Beraterkolleg:innen war ich auf der Suche nach einer geeigneten Methode zur Reflexion. So kam mir die Idee, die Ampelphasen dafür zu nutzen. Mit Hilfe systemischer Fragen begleitete ich sie, herauszufinden, wo sie gerade stehen und möchte auch dich zu dieser Selbstreflexionsrunde einladen. Sieh dir die einzelnen Ampelphasen auf dem Bild an und beantworte folgende Fragen:

  • Welche Farbe zeigt deine innere Ampel gerade?
  • Woran merkst du, dass du dich wohl, unruhig, überlastet oder völlig entkräftet fühlst?
  • Woran merken das deine Kinder, Familienmitglieder, KollegInnen, Freunde?
  • Was müsstest du tun, um dein Befinden zu verschlechtern und beispielsweise von gelb auf rot zu gelangen?
  • Was müsstest du tun, um dich wieder wohler zu fühlen und die innere Ampel auf grün zu schalten?
  • Welche Situationen, Menschen, Gegenstände oder Orte bringen dich in die rote oder gar dunkelrote Phase?
  • Und wann, wo, mit wem fühlst du dich deutlich wohler?

Möchtest du diese Methode für dein Team oder deine Familien nutzen?

Mein Tipp für virtuelle Teamsitzungen und digitale Kommunikationslösungen

Zum Einstieg in deine digitale Veranstaltung bitte deine ZuhörerInnen, sich ein grünes, gelbes, rotes und dunkelrotes Blatt (Herbst- oder Papierblatt) zurecht zu legen. Stelle ihnen die innere Ampel des Befindens und ihre einzelnen Farben vor und bitte sie, das Blatt in die Webcam zu halten, welches zu ihrem aktuellen Befinden passt.

 

Du erhältst ein Bild, welches du per Screenshot speichern und zum weiteren Austausch auf den Bildschirm deiner ZuhörerInnen projizieren kannst.

Haben Kinder auch eine innere Ampel des Befindens?

Oh ja! Ganz zufällig bin ich auf das Konzept der Ampelsprache von Beatrix Burow-Runde* gestoßen. "Die Ampelsprache ist ein Konzept um Kinder emotional und körperlich zu stärken und ihnen konkrete Hilfestellungen anzubieten, damit sie ein positives Körpergefühl entwickeln können. Ziel ist es die Kinder zu ermutigen, persönliche Grenzen klar und deutlich zu setzen und den eigenen Empfindungen zu trauen. Sie gleichzeitig zu sensibilisieren und ihre Fähigkeit zu fördern, Grenzen anderer anzuerkennen und diese zu akzeptieren."

 

Auf der Internetseite www.ampelsprache.de findest du Anregungen zu den Ampelphasen und ein sehr ansprechendes Video.

 

(*Dieser Praxistipp wird als Werbung markiert. Ich bin durch eine Internetrecherche auf das Konzept gestoßen und möchte es Dir weiterempfehlen. Ich stehe in keiner Partnerschaft zur Autorin und zum Verein.)

Wünschst du dir meine Unterstützung? So begleite ich dich, eine gute Bewältigungsstrategie zu entwickeln!